Begleiterkrankungen, die Nagelpilzwachstum fördern

Der wichtigste Faktor bei der Nagelpilzerkrankung, besonders der Zehennägel, sind neben einer (angeborenen) Veranlagung zweifellos Durchblutungsstörungen.

Wenn man sich die Tatsache klar macht, daß sich alle Nägel des Menschen an seinen äußersten »Spitzen« und am weitesten vom Motor des Blutkreislaufes (dem Herz) entfernt befinden, und die Blutgefäße logischer­weise von innen nach außen immer dünner und feiner werden, dann kann man sich leicht vorstellen, daß schon geringste Durchblutungsstörungen im Bereich der Fingernägel Auswirkungen haben können.

Es ist wie mit einem Uhrzeiger: Zentral (innen) ist seine Fortbewegung kaum feststellbar, und je weiter peripher (außen) man die Sache betrachtet, um so größer sind die Auswirkungen der zentralen Drehung.

Durchblutungsstörungen

Bei arteriellen Durchblutungsstörungen (arterielle Verschluß­krankheit = AVK) handelt es sich um die bekannte Verkalkung der Arterien, wie sie unter anderem starke Raucher oder auch Zuckerkranke oft bekommen. In schweren Fällen kann man dann die Pulse an den Fußrücken nicht mehr tasten. Aber wie schon gesagt: In der Peripherie, an den Nägeln, wo sich Durchblutungsstörungen viel stärker auswirken, rei­chen zur Pilzinfektion wahrscheinlich schon Störungen der arteriellen Durchblutung, die lOOOfach schwächer sind.

Bei venösen Durchblutungsstörungen (chronisch venöse Insuf­fizienz = CVI) handelt es sich um primäre (durch Veranlagung bedingte) oder sekundäre (nach bemerkter oder unbemerkter Thrombose) Krampf­adern. In allen diesen Fällen werden die Stoffwechselschlacken nicht mehr vollständig aus dem Gewebe abtransportiert, weil das venöse Blut in den erweiterten Venen mehr steht als fließt. Es kommt also zur Vergiftung des peripheren Gewebes - und vergiftetes Gewebe kann eben Krankheitserre­ger schlechter abwehren als gesunde Körperzellen.

Bei funktionellen Durchblutungsstörungen handelt es sich um solche, die nicht auf organischen Veränderungen wie Verkalkung oder Venenwandschäden beruhen, sondern lediglich auf vorübergehenden bzw. reversiblen Verengungen oder Erweiterungen der Blutgefäße. Das beste, häufigste und bekannteste Beispiel sind kalte Hände: dabei verkrampfen sich die Blutgefäße so, als wäre es minus 20° kalt, obwohl in Wirklichkeit Hochsommer ist. Nach wenigen Minuten oder Stunden kann sich dieser Zustand von selbst normalisiert haben, als wäre nie etwas gewesen (und das gibt es bei organischen Blutgefäßveränderungen natürlich nicht). Funktionelle Durchblutungsstörungen basieren meistens auf einer ent­sprechenden Konstitution (Veranlagung), wobei psychische Faktoren zusätzlich eine Rolle als Auslöser spielen können. Demgegenüber gibt es auch richtige Krankheiten dieser Art (wie z. B. den Morbus Raynaud etc.).

Neben den o. g. Arten von Durchblutungsstörungen, die jeder Arzt kennt und die man auch mit verschiedenen Untersuchungsmethoden mes­sen kann, könnte man zumindest theoretisch zusätzlich feinste und mit heutigen Methoden nicht meßbare »Mikrozirkulationsstörungen« nur im Bereich der Nagelwachstumszonen vermuten. Und zwar deshalb, weil es auch junge Menschen gibt, die sonst kerngesund sind, keinerlei meßbare Durchblutungsstörungen haben, den Pilzerregern nicht mehr ausgesetzt sind als andere, und die trotzdem eine unverkennbare Neigung zur Nagel­pilzerkrankung vieler oder aller Nägel haben.

Ob es sich dabei wirklich um Zirkulationsstörungen, eine Abwehr­schwäche oder eine Störung anderer Art handelt, ist letztlich unbekannt und eigentlich auch völlig egal. Auf jeden Fall handelt es sich um eine Art angeborener Veranlagung, die wir hier einfach als »Faktor V« (wie Veran­lagung) bezeichnen wollen.

Das entscheidende an diesem rätselhaften »Faktor V" ist leider: Abgesehen von einer unspezifischen Besserung durch eine ganz allgemein gesunde Lebensweise ist hier eine Beseitigung nicht möglich, da man eben die Konstitution bzw. die Erbanlagen eines Menschen grundsätzlich nicht ändern kann.

Diabetes und Immunsuppressiva

Weitere häufige Begleitkrankheiten, die Nagelpilzinfektionen för­dern, sind:

Zuckerkrankheit (Diabetes): Pilze sind »Leckermäuler« und mögen gerne Süßes. Daher bekommen Diabetiker mit ihrem erhöhten Blutzuckerspiegel besonders häufig Pilzerkrankungen aller Art - und eben auch Nagelpilz.

Medikamente, wie besonders Cortison: Manche Arten von Tabletten unterdrücken das Immunsystem des Körpers, so daß also die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers (sozusagen die »Körperpolizei«) in ihrer Arbeit massiv behindert werden. Mit Riesenabstand am häufigsten handelt es sich dabei heute um Cortison, das z. B. bei Bronchial-Asthma oder bei rheumatischen Erkrankungen viel eingesetzt wird. Asthmatiker leiden deswegen besonders oft an Pilzen - und eben auch an Nagelpilz.

Handpflege

Die Hände müssen mindestens...

Finger- und Fersenrisse

Risse, Schrunden, Rhagaden:...

Informationsblatt von Sporanox

Sporanox-Kapseln ®...

Nagelpflege

Auf die Frage, wohin man...

Fußpflege

Bei der häuslichen Fußpflege ist...

Informationsblatt von Diflucan

Diflucan 200 mg Hersteller: PFIZER...

Fußpilz

„Schuhe ohne Strümpfe...

Die Pilzerreger

Das Pilzpräparat Wenn der...

Save

Save