Die ideale Lebensbedingungen für die Pilze

Die meisten Patienten fragen ihren Arzt nach Erstfeststellung der Krankheit: «Warum habe ich diese Krankheit bekommen, und warum gerade ich, und warum gerade jetzt? « — Die Antwort: Pilzerreger fressen grundsätzlich gerne Keratin, d. h. die oberste Hornschicht der Haut und die untere Hornschicht der Nägel. Sie haben deshalb einen Nagelpilz, weil Sie Kontakt mit den Erreern hatten und weil die Abwehrkräfte Ihres Körpers die Infektion nicht verhindert haben!

Zum Thema »Abwehrkräfte« soll im Folgenden ein Experiment geschildert werden, das eins der zentralen Probleme bei der Nagelpilzer­krankung ganz deutlich macht:

 Es wurde bei gesunden Versuchspersonen versucht, durch massi­ven Kontakt mit den klassischen Nagelpilzerregern an allen möglichen Stellen des Nagelorgans Nagelpilzerkrankungen zu erzeugen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Eine solche Infektion gelang so gut wie nie! Auch wenn man massenhaft Pilze an den typischen Infektionsort, also unter den vorderen Nagelrand brachte, und selbst wenn man dabei das Nagelbett verletzte und die Pilze mit der Wunde kontaktierte, gelang die Ansteckung nicht. Die Pilze wurden nach außen abgestoßen, ein »Ange­hen« der Infektion kam nicht zustande.

Das gleiche »Experiment« läuft täglich millionenfach unbeabsich­tigt ab: In jedem Schwimmbad und in jeder Sauna existieren Pilzerreger, weil eben so viele Menschen mit Nagelpilz diese dort »verstreuen«, und das feucht-warme Treibhausklima ideale Lebensbedingungen für die Pilze bie­tet. In jedem Schwimmbad und in jeder Sauna wie auch in manchen Hotel­duschen etc. findet also das oben geschilderte Experiment täglich hundert­fach statt: Hunderte von nackten Füßen treten auf die Pilzfäden - und nur sehr wenige davon stecken sich tatsächlich an. Warum?

Die Antwort ist - in allgemeiner Form - sehr einfach: Es kommt immer nur dann zu einer Ansteckung, wenn der Betroffene anfällig ist.

Jeder Mensch ist täglich von Krankheitserregern umgeben: von Bakterien, von Viren und eben von Pilzen. Wenn es nur auf die Existenz der Erreger bzw. den Kontakt mit diesen ankäme, würde so gut wie jeder Mensch laufend an einer oder mehreren Infektionskrankheiten leiden. Das ist aber nicht der Fall, weil - neben den Erregern - ein zweiter Faktor von mindestens gleich großer Bedeutung ist.

Ein völlig gesunder Mensch hat Abwehrkräfte, die zuverlässig dafür sorgen, daß die von außen angreifenden Infektionserreger erfolgreich abgewehrt werden. Erst wenn diese Abwehrkräfte eines Menschen aus irgendeinem Grunde geschwächt sind, also das Gleichgewicht zwischen drohenden Angreifern und den Abwehrkräften aus der Balance gerät, erst dann können die Erreger die äußeren Schutzhüllen des Menschen (Haut, Schleimhaut) durchdringen und eine Infektionskrankheit verursachen.

Zum Beispiel Viruserkrankungen, wie Erkältung und Lippenbläs­chen: Wie der Begriff »Erkältung« schon sagt, kann bei grippalen Infekten bzw. Schnupfen starke Abkühlung dazu führen, daß das Immunsystem des Körpers vorübergehend so beeinträchtigt ist, daß z. B. die Schnupfenviren durch die Rachenschleimhaut ins Innere des Körpers gelangen können. Heute weiß man allerdings, daß die Kälte keine so große Rolle spielt, wie man bisher glaubte. Eine viel größere Rolle spielt z. B. die Psyche: Auch Depressionen, übergroßer Streß, seelische Spannungen etc. können das Immunsystem ganz erheblich negativ beeinflussen! So ist vielen Menschen bekannt, daß z.B. Lippenbläschen (Herpes) einerseits durch grippale Infekte, andererseits durch psychische Faktoren wie Streß, Ekel etc. ausge­löst werden können.

Beim Nagelpilz spielen »Erkältung« und psychische Faktoren sicherlich keine Rolle. Was aber dann? - Zunächst einmal ist es nützlich, zwischen anlagemäßiger Anfälligkeit und krankhafter Anfälligkeit zu un­terscheiden.

So gibt es - ansonsten gesunde - Menschen, die sich zehnmal im Jahr erkälten und andererseits solche, die nur alle paar Jahre mal einen Schnupfen bekommen. Oft sind es letztere, die dafür schon einen Fußpilz zwischen den Zehen bekommen, wenn sie nur von weitem ein Schwimmbad zu Gesicht bekommen, während der zehnmal jährlich Erkältete noch nie Fußpilz hatte, obwohl er täglich 1000 Meter schwimmt. Man muß also davon ausgehen, daß die Abwehrkräfte von Mensch zu Mensch je nach Veranlagung unterschiedlich sind.

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