Informationsblatt von Diflucan

Diflucan 200 mg

Hersteller: PFIZER GmbH
Wirkstoff: Fluconazol

rezeptpflichtig

Dosierung

Die Dosierung des Medikaments wird vom Arzt nach Art und Schwere der Infektion, durch die Empfindlichkeit des/der verursachenden Erreger(s) sowie durch Alter, Körpergewicht und Nierenfunktion des Patienten bestimmt.

Für einige ausgesuchte Krankheitsbilder gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Zur Behandlung von Pilzerkrankungen des ganzen Körpers (Systemcandidosen) erhalten Erwachsene zu Therapiebeginn einmal täglich 400 Milligramm Fluconazol (zwei Kapseln). Danach sollte mit 200 bis 400 Milligramm (eine bis zwei Kapseln) als täglicher Dosis weiterbehandelt werden. Bei lebensbedrohlichen Infektionen können auch 800 Milligramm Fluconazol (vier Kapseln) pro Tag verabreicht werden.

Bei Hirnhautentzündung, hervorgerufen durch Kryptokokken, wird Erwachsenen am ersten Behandlungstag eine Dosis von 400 Milligramm Fluconazol (zwei Kapseln) gegeben. Danach ist pro Tag eine Dosis von 200 Milligramm Fluconazol (eine Kapsel) ausreichend. Bei lebensbedrohlichen Infektionen kann die Dosis auch auf 800 Milligramm Fluconazol (vier Kapseln) pro Tag erhöht werden.

Eine zellabtötende Chemotherapie oder Bestrahlungen verursachen häufig einen Mangel an neutrophilen Blutzellen, die für die Immunabwehr wichtig sind (Neutropenie). Dieser Mangel kann zu Pilzinfektionen im ganzen Körper (Systemcandidosen) führen. Um solche Infektionen zu verhindern, wird bei erwachsenen Patienten schon zwei bis drei Tage vor der zu erwartenden Neutropeniephase mit der Einnahme von 400 Milligramm Fluconazol (zwei Kapseln) täglich begonnen. Bei lebensbedrohlichen Infektionen kann die Dosis auf bis zu 800 Milligramm Fluconazol (vier Kapseln) gesteigert werden. Hat die Zahl der neutrophilen Blutzellen wieder zugenommen, sollte noch sieben Tage weiterbehandelt werden. Die genaue Vorgehensweise bei diesem Anwendungsgebiet bestimmt der behandelnde Arzt.

Bei Kindern mit Pilzbefall der Schleimhäute sollte mit einem bis zwei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht behandelt werden. Handelt es sich um eine Hefepilzinfektion im Körper (systemisch), sollte mit drei bis sechs Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht behandelt werden.

Die Hartkapseln sind unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Diflucan 200 mg im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform des Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Diflucan 200 mg nicht verwendet werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegen Fluconazol oder andere Pilzmittel vom Azol-Typ, bei schweren Leberfunktionsstörungen oder Herzrhythmusstörungen sowie bei verminderter Herzleistung darf Fluconazol nicht angewendet werden.

Die gemeinsame Anwendung von Fluconazol mit Cisaprid oder Terfenadin, einem H1-Antihistaminikum, ist nicht erlaubt.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft darf Fluconazol nicht angewendet werden, da es im Tierversuch vermehrt zu Missbildungen durch Behandlung mit dem Wirkstoff kam. Vor Beginn einer Therapie mit Fluconazol sollte deshalb eine Schwangerschaft unbedingt ausgeschlossen werden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen bis zu sieben Tage nach Behandlungsende schwangerschaftsverhütende Maßnahmen ergreifen.

Fluconazol geht in die Muttermilch und damit in den Säugling über. Die Behandlung mit dem Wirkstoff sollte deshalb nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt erfolgen. Um eine Schädigung des Säuglings zu vermeiden, sollte dieser jedoch sicherheitshalber abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten Fluconazol nur anwenden, wenn eine Behandlung mit anderen Wirkstoffen ausgeschlossen ist.
Es empfiehlt sich besonders die Anwendung in Form eines Safts.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen kann der Wirkstoff Fluconazol in Diflucan 200 mg haben? Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Fluconazol in Diflucan 200 mg. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform des Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufig:

Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall

Gelegentlich:

Appetitverlust, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Blähungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Krampfanfälle, Mundtrockenheit, Schwitzen (vermehrt), Nervenstörungen (Kribbeln, Zittern), Geschmacksstörungen, Gallenstau, Leberentzündung, Gelbsucht, Leberzellschädigung, Blutarmut, Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Unwohlsein, Schwäche, Fieber

Selten:

allergische Reaktion (Nesselsucht), Haarausfall (vorübergehend), Hautausschlag, Leberversagen, Nierenveränderungen, Blutveränderungen (Cholesterinanstieg, Erhöhung der Blutfettwerte)

Sehr selten:

Angioödem, Gesichtsschwellungen, Juckreiz, Leberzerfall (Leberzirrhose), Überempfindlichkeitsreaktionen, Stevens-Johnson-Syndrom (Hautreaktion mit schwer gestörtem Allgemeinbefinden), Nekrosen des Gewebes (Gewebetod mit Auflösung oder Einschmelzung der Haut).

Besonderheiten:

Bei Patienten, die an AIDS leiden, treten die Nebenwirkungen mit einer größeren Häufigkeit auf als bei nicht mit AIDS infizierten Patienten.

Wechselwirkungen

Welche Wechselwirkungen des Wirkstoffs Fluconazol in Diflucan 200 mg sind bekannt? Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform des Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Fluconazol darf nicht zusammen mit dem Magenmittel Cisaprid und dem Antiallergikum Astemizol gegeben werden. Die gleichzeitige Gabe kann die Ausscheidung der beiden Wirkstoffe so weit verringern, dass diese zu Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand führen können. Gefährlich ist auch die Kombination mit dem Antiallgikum Terfenadin, wenn Fluconazol in Dosierungen über 400mg/Tag gegeben wird. Darunter ist die Kombination möglich, wenn auch unter scharfer ärztlicher Überwachung.

Auch die gleichzeitige Gabe mit dem Neuroleptikum Pimozid ist problematisch, weil es möglicherweise auch zu Herzrhythmusstörungen kommen kann

Die gleichzeitige Gabe der folgenden Wirkstoffe ist nur erlaubt, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen oder eine gründliche Nutzen/Risiko

Abwägung durch den Arzt erfolgte:

  • Erythromycin (Makrolid-Antibiotikum)
  • das Entwässerungsmittel Hydrochlorothiazid
  • die Tuberkulose-Mittel Rifampicin, weil es die Wirkung von Fluconazol stark abschwächt und Rifabutin, weil es Augapfelentzündungen hervorrufen kann
  • Alfentanil (ein Narkosemittel zum Einatmen), aufgrund seiner Wirkungsverlängerung
  • die Psychopharmaka Amitriptylin und Nortriptylin wegen der Verstärkung ihrer Wirkung und Nebenwirkungen
  • Antikoagulanzien zur Blutverdünnung wegen der Gefahr von Blutungen
  • Benzodiazepine (Beruhigungsmittel) wegen Verstärkung derer Wirkung
  • Calciumkanalblocker wie Felodipin, Isradipin oder Nifedipin wegen der Gefahr von Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme)
  • die Antiepileptika Carbamazepin und Phenytoin wegen der Erhöhung von deren Giftigkeit, beziehungsweise Wirkung
  • das Antirheumatikum Celecoxib, weil es doppelt so stark wirkt und mehr Nebenwirkungen zeigt
  • Ciclosporin (Immunologikum gegen Organabstoßungen), weil es stärker wirkt und mehr Nebenwirkungen zeigt
  • das Zytostatikum Cyclophosphamid, wegen der Verschlechterung der Blutwerte von Leber und Nieren
  • Fentanyl (Schmerzmittel zur Narkose), wegen gesteigerter Giftigkeit
  • Statine (gegen Fettstoffwechselstörungen) wegen der erhöhten Gefahr des Muskelzerfalls
  • das Malaria-Mittel Halofantrin wegen vermehrter Nebenwirkungen
  • der Blutdrucksenker Losartan wegen der gesteigerten Wirkung
  • das Drogen-Ersatzmittel Methadon, weil seine Wirkung verstärkt wird
  • nicht steroidale Antirheumatika, weil sie stärker wirken und mehr Nebenwirkungen zeigen
  • das Glukokortikoid Prednison wegen seiner verstärkten Wirkung auf die Nebenniere
  • der HIV-1-Proteasehemmer Saquinavir wegen der Wirkungsverstärkung
  • die Immunologika Sirolimus und Tacrolimus wegen einer gesteigerten Giftigkeit für die Blutbildung beziehungsweise für die Nieren
  • Sulfonylharnstoffe (bei Diabetes mellitus vom Typ 2) wegen der Gefahr einer Unterzuckerung
  • das Antiasthmatikum Theophyllin wegen erhöhter Nebenwirkungendie Zytostatika Vincristin und Vinblastin wegen derer erhöhten Giftigkeit für die Nerven
  • Vitamin A-Säure (gegen Akne) wegen möglicher Nebenwirkungen auf das Gehirn
  • der Reverse-Transkriptase-Hemmer Zidovudin wegen möglicherweise verstärkten Nebenwirkungen.

Besonderheiten:

Aufgrund der langsamen Ausscheidung des Wirkstoffs aus dem Körper halten die hemmenden Effekte auf die Verstoffwechselung anderer Wirkstoffe von Fluconazol vier bis fünf Tage nach dessen Absetzen an.

Alle Substanzen, die Herzrhythmusstörungen verursachen können, tun dies möglicherweise verstärkt in der Kombination mit Fluconazol. Gefährdete Patienten sind daher vom Arzt besonders sorgfältig zu überwachen.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

  • Das Medikament kann das Reaktionsvermögen beeinflussen; Autofahren und das Bedienen von Maschinen sind gefährlich. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Patienten mit angeborener oder erworbener Reizleitungsstörung am Herzen (Long-QT-Syndrom) oder anderen Herzrhythmusstörungen sollten das Medikament nur unter ärztlicher Kontrolle anwenden. Gleiches gilt für Patienten mit Herzmuskelerkrankungen wie Herzschwäche.
  • Bei Nierenfunktionsstörungen muss die Dosis vom Arzt entsprechend verringert werden.
  • Störungen im Mineralhaushalt sollten vor Behandlungsbeginn behoben werden.
  • Bei Behandlung mit dem Medikament müssen die Leberwerte regelmäßig ärztlich kontrolliert werden. Bei deutlicher Erhöhung ist die Therapie abzubrechen.
  • Eine Schwangerschaft muss bei Anwendung des Medikaments unbedingt ausgeschlossen werden.
  • Bei Entwicklung von Blasen oder einer flächenhaften Hautrötung (Erythema multiforme) ist das Medikament abzusetzen.
  • Bei gleichzeitiger Behandlung mit Ciclosporin wird eine regelmäßige ärztliche Kontrolle der Ciclosporin-Spiegel empfohlen.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Eisen(II,III)-oxid (E 172)
  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • Indigocarmin (E 132)
  • Magnesiumstearat
  • Maisstärke
  • Titandioxid (E 171)
  • Erythrosin (E 127)
  • Gelatine
  • Lactosem
  • Lactosemonohydrat
  • Natriumdodecylsulfat
  • Schellack

So wirkt Diflucan 200 mg

Diflucan 200 mg enthält den Wirkstoff Fluconazol. Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Fluconazol. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Fungizide, Imidazole und Triazole, zu welcher der Wirkstoff Fluconazol gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs: Fluconazol

Die Anwendung von Fluconazol erfolgt bei Infektionen mit Hefepilzen der Gattung Candida. Bei den dadurch verursachten Erkrankungen, den Candidosen, können in seltenen Fällen auch innere Organe betroffen sein. Meist handelt es sich aber um oberflächliche Pilzerkrankungen der Schleimhäute.

Bei Patienten, die durch eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung an einer geschwächten Immunabwehr leiden, kann Fluconazol auch zur Vorbeugung von Pilzerkrankungen angewendet werden.

Der Wirkstoff eignet sich ferner zur Behandlung bestimmter Hirnhautentzündungen, die durch den Pilz Cryptococcus neoformans verursacht wurden. Bei AIDS-Patienten kann Fluconazol auch zur Vorbeugung dieser Pilzerkrankung verabreicht werden.

Eine weitere Anwendung von Fluconazol ist die Behandlung von Pilzinfektionen der Scheide, wenn diese mit einer anderen örtlichen Therapie nicht wirksam zu behandeln sind. Auch Nagel- und Fußpilzinfektionen können mit dem Wirkstoff behandelt werden.

In bis zu zehn Prozent aller Fälle entwickeln Hefepilze eine Widerstandsfähigkeit (Resistenz) gegen Fluconazol. Dann kann die kombinierte Gabe von Amphotericin B und Flucytosin eine wirksame Alternative darstellen.

Wirkungsweise von Fluconazol

Fluconazol ist ein relativ neues Mitglied aus der Gruppe der Imidazole und Triazole und wird nur eingenommen. Der Wirkstoff hemmt die Bildung der Zellwand der Pilze, was ihr Wachstum behindert (fungistatische Wirkung) und damit die Vermehrung der Erreger. Dabei ist Fluconazol besonders gut gegen Hefepilze wie Candida wirksam. Gegenüber älteren Vertretern der Imidazole und Triazole zeichnet sich der Wirkstoff durch wesentlich weniger Wechselwirkungen und Nebenwirkungen aus.

Handpflege

Die Hände müssen mindestens...

Finger- und Fersenrisse

Risse, Schrunden, Rhagaden:...

Informationsblatt von Diflucan

Diflucan 200 mg Hersteller: PFIZER...

Informationsblatt von Sporanox

Sporanox-Kapseln ®...

Nagelpflege

Auf die Frage, wohin man...

Fußpilz

„Schuhe ohne Strümpfe...

Fußpflege

Bei der häuslichen Fußpflege ist...

Informationsblatt von Lamisil

Lamisil 250 mg Tabletten...

Save

Save

Save

Save

Save

Save

Save